Yoga-Stile

Hatha Yoga

Der Klassiker Hatha Yoga ist der Yoga-Stil, an den oft gedacht wird, wenn von Yoga die Rede ist. Im Hatha Yoga werden die Körperhaltungen (Āsanas) einzeln praktiziert, sie werden nicht wie im Vinyasa Yoga zu einem „Flow“ verbunden, auch wenn der Sonnengruß hier eine kleine Ausnahme darstellt.  

In diesem Stil wird großen Wert auf die achtsame und bewusste Ausführung der Körperhaltungen gelegt und zwischen den Āsanas oftmals eine kurze Sequenz des Nachspürens eingebaut. Dieser Stil eignet sich besonders gut für Anfänger, da die Übungen etwas sanfter und länger gehalten werden, aber auch in diesem Stil werden kräftigende und dehnende Āsanas in die Stunde eingebaut. 

Die klassische Hatha-Yoga-Stunde integriert eine kurze Phase des „Zur- Ruhe- Kommens“ im Sitzen, eine Aufwärmphase, mehrere Āsanas, Atemübungen (Prānāyāma), Meditation und eine Schlussentspannung. Alle Techniken des Hatha Yoga setzen am Körper an und beeinflussen so den Atem und schlussendlich auch den Geist, wodurch sich eine tiefe Ruhe, Harmonie und Unbeschwertheit einstellt.

Vinyasa Yoga

Bei diesem Yoga-Stil werden die klassischen Āsanas direkt hintereinander geübt, wodurch sie sich zu einer fließenden Bewegungsabfolge verbinden, sodass eine Art „Flow“ entstehen. Dabei wird bei den einzelnen Āsanas ganz bewusst die Atmung wahrgenommen und die Übungen auf die Atmung ausgerichtet, was zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit führt.

Wir nehmen bewusst eine Körperstellung ein und lenken unseren Atem nach dieser Übung. Durch die Konzentration auf unseren Körper, aber besonders auch auf unseren Atem haben wir gar keine andere Möglichkeit als im Hier und Jetzt ganz bei uns zu sein. Dabei scheint es so leicht die Gedanken und Sorgen des Alltags einfach hinter sich zu lassen und sich vollkommen auf den Moment zu konzentrieren. 

Vinyasa Flow ist bereichernd für alle, die einen körperlich intensiveren Yoga-Stil suchen. Der Atem stellt die Verbindung von Körper und Geist dar. Somit können wir durch die Lenkung unseres Atems, die Gedanken zur Ruhe bringen, wobei besonders Kopfmenschen hier gut abschalten können. 

Yoga Nidrā

Yoga Nidrā ist eine geführte Meditation mit deren Hilfe Du tiefere Bewusstseinsschichten erreichen und somit Stress abbauen, innere Unruhe reduzieren und in einen tiefen Entspannungszustand kommen kannst. Der international bekannte Yogameister Swami Satyananda Saraswati entwickelte diese Praxis die in den 1970er Jahren auch in Europa bekannt wurde. 

Yoga Nidrā, aus dem Sanskrit übersetzt der Yoga Schlaf, ist eine Art Schlafzustand, ohne dabei zu schlafen. Der Körper und der Geist ruhen, aber das Bewusstsein ist hellwach. Durch Yoga Nidrā kann eine vollkommene Entspannung von Körper, Geist und Seele erreicht werden, wobei die Methode Techniken wie Körperreisen, Achtsamkeit, Energielenkungen und Visualisierungen nutzt. Jeder Mensch kann Yoga Nidrā üben, es sind keine Vorkenntnisse im Yoga oder in der Meditation erforderlich. 

Yoga Nidrā zeigte in vielen Studien und Untersuchungen eine nachweisbare Wirksamkeit auf den Körper und die geistige Gesundheit. Dennoch ist dieser Yoga Stil laut Saraswati nicht als Therapie zu sehen, sondern als eine Methode, die zur Selbsterkenntnis führt und die Wahrnehmungen positiv beeinflusst. Langfristig gesehen kann dadurch ein gesünderes und glücklicheres Leben erreicht werden. 

Besonders gut wirkt Yoga Nidrā am Morgen, es kann aber auch zu jeder anderen Tageszeit praktiziert werden. Die idealste Position um Yoga Nidrā durchzuführen ist in der Rückenlage Shavāsana, da so der Körper optimal entspannen kann. Durch eine Decke wird zum einen gewährleistet, dass der Körper nicht auskühlt, zum anderen führt es zu einem angenehmen Einheitsgefühl. 

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